Abmahnung Pink Floyd DVDDie Pink Floyd Music Ltd. geht weiterhin gegen den Verkauf von Pink Floyd-DVD´s und CD´s auf ebay vor. In der uns aktuell vorliegenden Abmahnung wird unserem Mandanten vorgeworfen, bei eBay eine DVD mit einem unautorisierten Konzertmitschnitt "Pink Floyd - Live Anthology" angeboten und damit Urheberrechte verletzt zu haben.

Im Abmahnschreiben heißt es, dass dieses Konzertvideo „in der von Ihnen angebotenen Form niemals rechtmäßig veröffentlicht und insbesondere nicht von unserer Mandantin oder einem Lizenznehmer hergestellt und in den Verkehr gebracht" wurde." Es handelt sich dabei um den Mitschnitt eines Konzertes, der nicht zum separaten Verkauf freigegeben war.

Versendet werden die Abmahnungen von der Hamburger Kanzlei Gutsch & Schlegel (früher Sasse & Partner), die uns bereits aus zahlreichen anderen Abmahnungen bekannt sind.

Folgende Pink Floyd-Werke wurden ebenfalls abgemahnt

In der Vergangenheit wurde ebenfalls der Verkauf von DVDs, CDs und LPs mit folgenden Titeln verfolgt:

Abmahner: Pink Floyd Music Ltd.

Beim Abmahner handelt es sich um den Inhaber der (Verwertungs-)Rechte an den Musikaufnahmen und Konzerte, die die Musikgruppe "Pink Floyd" bis 1986 erbrachten hat. Diese Auswertungsgesellschaft darf allein "bestimmen", welche Musikaufnahmen oder Konzertmitschnitte veröffentlicht und verkauft werden dürfen.

Abmahngrund: Bootleg einer Pink Floyd

Grund der Abmahnung ist eine Urheberrechtsverletzung wegen unerlaubtem Verkauf von Bild- und Tonträger, d.h. DVDs, CDs oder LPs mit Musik- oder Videoaufnahmen, die angebeblich nicht (oder nicht mehr) von der Band zur Veröffentlichung freigegeben sind.

Nach unseren Recherchen und Erfahrungen lässt sich oft nicht eindeutig feststellen, ob die beanstandeten Aufnahmen tatsächlich nie zur Veröffentlichung freigegeben wurden, es sich also um "Schwarzmitschnitte" von Konzerten, sogenannten Bootlegs" handelt.

In einigen Fällen erscheint es eher so, dass für einige beanstandete Aufnahmen seinerzeit schon Lizenzen vergeben wurden, also die Veröffentlichung gestattet war. Diese Lizenzen sind jedoch zwischenzeitlich abgelaufen.

Es stellt sich daher rechtlich u.a. die Frage, ob die im Gültigkeitszeitraum der Lizenz erstellten Tonträger weiterhin verkauft werden dürfen. Darf also eine Privatperson, die seinerzeit eine "offizielle" Platte erworben hat, diese nun weiterverkaufen? Die Pink Floyd Musik Ldt. hält dies für unzulässig.

Problematisch für den Abgemahnten ist natürlich, dass er nicht nachweisen kann, ob beispielsweise für eine Konzertaufnahme von 1984 seinerzeit eine Lizenz erteilt worden ist oder nicht.

Der Abmahner hält sich außergerichtlich mit Informationen bedeckt und trägt vor, dass es nicht darauf ankomme, ob die Aufnahmen früher einmal genehmigt worden sind. Jetzt jedenfalls liege keine Lizenz mehr vor.

Forderung des Abmahners

  1. Unterlassung des weiteren Verkaufs der Bild-/ Tonträger und Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung
  2. Zahlung eines Schadensersatzes  zwischen 100,00 € bei Privatpersonen
  3. Zahlung der Abmahnkosten von insgesamt 269,50 € bei Privatpersonen (bei Unternehmern deutlich höher)
  4. Erteilung von Auskunft
  5. Übersendung der beanstandeten DVD´s, CD´s bzw. Platten an die Kanzlei Gutsch & Schlegel, damit diese dort vernichtet werden können.

Unsere Handlungsempfehlung

  1. Nehmen Sie die Abmahnung ernst. Lassen Sie sich dennoch nicht von den kurzen Fristen unter Druck setzen. 
  2. Unterzeichnen Sie nicht die von der Kanzlei Gutsch & Schlegel beigefügte vorformulierte Unterlassungserklärung ohne vorherige Prüfung. Diese Erklärung ist regelmäßig als Schuldanerkenntnis vorformuliert und stellt ein erhebliches Haftungsrisiko für die Zukunft dar.

  3. Lassen Sie sich von einem Fachanwalt beraten, damit Sie die Angelegenheit sicher und ohne unnötige Zahlungen abschließen können.

 

Kostenfreie Ersteinschätzung

Sie haben eine Abmahnung von der Pink Floyd Ltd. erhalten und sind unsicher, wie Sie regieren sollen? Wir unterstützen Sie dabei, die Rechtslage zu klären und den Rechtsstreit schnell, sicher und kostengünstig zu beenden.

Senden Sie uns einfach unverbindlich Ihre Abmahnung per E-Mail zu und erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden eine kostenfreie Ersteinschätzung.

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Ihre Ansprechpartnerin ist Rechtsanwältin Marion Janke (MLE), Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht.


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